Feuille n° 1756 Paroles, partition, histoire et enregistrements
Woluf mit richem Schalle
Trouvable dans « Chansons Populaires d’Alsace », J-Baptiste Weckerlin, p. 81-82 Pourrait dater de 1468 et la mélodie du XVIIème siècle. Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour…
Woluf mit richem Schalle
Woluf mit richem Schalle,
Und sind all frisch und geil,
Bern, Solloturn, vil balde,
Gott geb’ uns Glück und Heil ;
Ir frommen Eidgenossen,
Die Sach sond ir verstan,
Als ich vernommen han,
Einander sollt nit lassen,
Wie d’Fordern han getan.
Zürch, Bern, Solotar, Ure,
Schwitz, Unterwalden, Zug,
Luzern, Glarus, nehmt wahre,
Woluf mit richem Schall :
Die Herrschaft hat gebrochen
Das man gut gesetzet hat,
Das merken früh und spatt,
Ich trüw es werd gerochen,
Sogar mit wisem Rath.
Ir, Herrschaft, sicherlichen,
Ir hand Unrecht gethan
Das ir es als boslichen
Wider d’Eidg’nossen than ;
Die Strassen thun ihr b’rauben,
Und nemmet meng’m das sin.
Und bringt vil Herzen Pin,
Das Blut thun ihr verrehren
Wann es gut Frid soll sin.
Ich trüw es wird gerochen
Der grosse Übermuth,
Der Frid der ist zerbrochen,
Es thut nimmermehr gut ;
Der Bär ist aufgewecket
Gar tieff us siner Hull,
Man sah ihn uf dem Brul :
Er ist noch unerschrocket,
Als ich die Warheit lul.
Man hört Pfiffen und Trummen,
Ruch sah man sinen Muth,
In’s Sunckow ist er kummen,
Was Hefingen nit gut ;
Schon Blotzen ist verbrunnen
Habkessen das ging an,
Ja Richtessen gar schon,
Brunstett war abgewunnen,
Flachs Land sah wenig Man.
Zulissen war zerstöret,
Und Frenyngen nit fry,
Wattwill ward überhöret,
Ein Schloss das heisst Guttwil,
Bolzwiller ward berendet,
Hagenbach ward berant,
Ufholtz das ward verbrant ;
Vierzehn Stett, Schloss genennet,
Die man gar wohl erkant.
Der Bär der zoch mit Schalle
Über das Ochsenfeld,
Woluf ihr Herrschaft alle,
Und tund ein Widergelt,
Als hie uf dieser Witen
Will ich üch Strits bestan,
Das sollt ir mercken schon ;
Ihr sprecht zu allen Ziten ;
Er Tör nit uf her kon.
Bern, Friburg, Sollotaren,
Zugent gen Tann dahin,
Des Berg’s nahe sy ware,
Zer Vor-Statt stund ir Sinn,
Die haben sy verbrunnen,
Zu Tann lag es in hart,
Es weint meng’ Fröwlin zart :
Hirtzstein ward aw gewunnen,
Sogar in schneller Fart.
Was Zürich und Schwitz mit Schalle
In diesem Zug hand than,
Luzern, die andern alle,
Das ist ganz lobesan,
G’mein Eidgenossen, fürware,
Hand achtzehn Schloss berant,
Und die Mehrteil verbrant,
Ritterlich, offenbare
Ist mengem wohl erkannt.
Der uns dis Lied thut singen,
Der wünscht uns allen gut,
Gott well das uns gelinge,
Halt uns in siner Hut ;
Maria Jungfrau reine,
Gib uns Frid und Geleit,
Din libes Kind ich meine,
Das keinem nie verseit.
Amen
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Trouvable dans « Chansons Populaires d’Alsace », J-Baptiste Weckerlin, p. 81-82
Pourrait dater de 1468 et la mélodie du XVIIème siècle.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
Ce chant est dans 3 carnets
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