1 – Leise über sanften Wogen
Nimmt das Schifflein seinen Lauf,
Und am fernen Himmelsbogen
Steigt die Morgenröte auf,
Und am fernen Himmelsbogen
Steigt die Morgenröte auf.
2 – Doch an Bord ist alles trübe,
Statt der sonstgen Heiterkeit,
Hört man nur ein leises Flüstern,
Denn man trauert um den Freund.
3 – In dem Sarg nach Seemannsweise
Ganz aus Segeltuch gemacht,
Wird er zu der letzten Reise
Nach dem Fallbrett hingebracht.
4 – Leise weht es an der Stelle,
Wo den Sarg man senkt hinab,
Eine hohe, schwarze Welle
Senkt sich über’s Seemannsgrab.
5 – Und aus der Matrosen Reihe
Tritt hervor der Kapitän,
Und man sieht bei den Matrosen
Tränen in den Augen stehn.
6 – Und mit tiefbetrübtem Herzen
Tritt hervor der Steuermann,
Leise hallen seine Worte,
Dringen tief ins Herz hinein :
7 – « Schlummre sanft auf kühlem Grunde,
Von den Wellen eingewiegt !
Deiner Mutter bring ich Kunde,
Wo ihr Sohn begraben liegt. »
8 – Leise über sanften Wogen
Nimmt das Schifflein seinen Lauf,
Auf dem Grunde ruht der Tote,
Seine Seele steigt hinauf.











