1 – Es war einmal ein schön Gärtnersgesell,
Dazu ein jungfrisch Blut,
Der machte dem jungen Markgrafen sein Weib
Ein Kunststück, und das war gut.
2 – Und als das Kunststück verfertigt war,
Legt er sich nieder und schlief.
Da führte der Teufel das Kammermensch her,
Zum Schlüsselloch sah sie hinein.
3 – « Ach Herr, ach Herr, ach gnädiger Herr,
Was Neues von euerem Weib :
Es schläft ein junger schön Gärtnersgesell
Auf ihrem schneeweissen Kleid. » –
4 – « Wenn er bei meinem Weibe schlafen tut,
Gehenket muss er sein !
Einen Galgen lass ich ihm bauen
Von Gold und Edelstein. »
5 – Und als der Galgen verfertigt war,
Gehenket soll er sein.
Da ging Pardon vom Kaiser aus,
Den Gärtner liess man los.
6 – Da kam dem jungen Markgrafen sein Weib
In ihrem schneeweissen Kleid ;
Da zog sie aus ihrer Tasche heraus
Dreihundert Dukaten in Gold.
7 – « Nimm hin, mein junger schön Gärtnersgesell,
Und kaufe dir Wein und Brot,
Und wenn du das Gold verschlampamperlet hast,
Kommst wieder und schläfst bei mir ! »









