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Paroles de

Wächterlied

Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 1, page 71. Collecté en Alsace, en 1840. Voir aussi : Wächterlied, collecté par François Wilhelm. Collecte réalisée à nouveau par…

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11 – « Wie hast geschlafen heute nacht ? » –
« Ich hab gelegen in Liebchens Arm,
Ich hab geschlafen, dass Gott erbarm,
Ich hab mein Ehr verschlafen. »

1 – Es war einmal ein junger Knab,
Der hat gefreit schon sieben Jahr
Um ein Mägdlein, das ist wahr,
Er konnt sie nicht erfreien.

2 – « Ei, komm den Abend, junger Knab,
Wenn finstre Nacht und Regen,
Wenn niemand auf der Gasse ist,
Herein will ich dich lassen. »

3 – Der Tag verging, der Abend kam,
Der junge Knab geschlichen kam,
Er klopfte leise an die Tür :
« Steh auf, ich bin dafür ! »

4 – « Ich hab schon lang gestanden hier,
Ich stand allhier wohl sieben Jahr ! » –
« Hast lang gestanden, das ist wahr,
Ich hab noch nicht geschlafen.

5 – Ich hab gelegen und hab gedacht :
Um meinen Schatz wird es mir bang,
Er wachte mir nur allzu lang,
Je länger ward mir bänger. » –

6 – « Wo ich so lang geblieben bin,
Das darf nicht dir gesaget sein :
Bei Bier und Wein, wo Jungfraun sein,
Da bin ich allzeit gerne. »

7 – Es war wohl um die Mitternacht,
Der Wächter fing zu läuten an :
« Steh auf, wer bei seim Liebchen liegt,
Der Tag kommt angeschlichen ! »

8 – Das Bürschlein auf die Leiter sprang
Und schaut die Stern am Himmel dicht :
« Ich scheid nicht, bis der Tag anbricht,
Bis alle Sterne schwinden. »

9 – Er sah das Morgensternlein nur,
Der Knabe sich vom Mägdlein wandt.
Das Mägdlein morgens früh aufstand,
Ging an den kühlen Brunnen.

10 – Begegnet ihr derselbig Knab,
Der nachts bei ihr geschlafen hat,
Viel guten Morgen boten hat :
« Guten Morgen, mein Feinsliebchen ! »

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