Paroles de

Mordtat-Lied

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1 – Wer klopft so gräuslich an die Tür?
Drum schau, mein Weib, wer ist dafür.
Es ist vielleicht ein armer Mann,
Der keine Herberg finden kann.

2 – Das Weib ging aus und öffnet die Tür,
Drei Mörder ihr entgegenkamen.
Sie mördern Mann, sie mördern Frau,
Sie mördern ja das ganze Haus.

3 – Ein einzig’ Kind, das nahm die Flucht,
Im Schweinestall es seine Rettung sucht.
Sobald der Tag am Himmel steht,
Das Kind im Dorf zum Richter geht.

4 – Und zitternd, weinend, sprach das Kind :
« Ach, lieber Herr, kommt doch geschwind,
Es war heut’ Nacht ein Angstgeschrei,
Der Schmied im Dorf war auch dabei ! »

5 – Der Richter nahm Soldaten mit
Und ging sogleich ins Haus beim Schmied.
« Und er ist nicht da und er ist verreist. »
Wie es im ganzen Hause heisst.

6 – Doch unter dem Tor, da steht ein Kind,
Frei und fromm, wie Kinder sind.
Der Richter fragt : « Was tust du da?
Komm sag mir gleich, wo ist Papa ?

7 – « Im Keller, sprach das Kind geschwind,
Bei ihm noch viele Männer sind.
Da wird das Silber hingerollt,
Sie zählen s’Geld, sie wägen s’Gold. »

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À propos

Trouvable dans « Vieilles chansons alsaciennes », François Wilhelm, p. 71-73

Collecté à Oderen en 1936

Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle

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