11 – Adie! herzliebstes Brun-Ammy
Jetz reis’ ich wiederum ins Feld.
Ich will es geh diene dem Kaiser
Dem Kaiser wohl um das Geld.
12 – Dem Kaiser ist es gut dienen
Er gibt uns Brot und Geld.
Er lasst uns tapfer marschieren
Marschieren in die Welt.
1 – Es wollt es ein Jüngling werben
In der Jugend wollt nehmen ein Weib.
Es tät ihn bald wierderum reuen
Er reitet hinaus ins Feld.
2 – Er schickt dem Brun-Ammy ein’ Brief
Er schickt dem Brun-Ammy ein’ Gruss.
Sie soll es noch siwe Johr warten
Willkommen im siwete Johr.
3 – Die siwe Johr waren’s herumme
Brun-Ammy nahm es einen Mann.
Da kam derselwige Reiter
Traf ewe die Hochzeit an.
4 – Er reitet im Städtchen herumme
Er reitet vor der Wirtin ihr Haus :
Brun-Ammy, bisch du es darinne
So öffne mir selwer die Tür.
5 – Ja, freilich bin ich es darinne
Öffne awer nicht selwer die Tür.
Bisch du es dem Herrn Markgraf sein Sohn
Oder bisch du ein Diener von ihm ?
6 – Ich bin nicht dem Herrn Markgraf sein Sohn
Bin auch kein Diener von ihm.
Ich bin dem alten Xaveier sein Sohn
Kumm ewe heim aus dem Krieg.
7 – Er steigt vom Pferde herunter
Er tritt in die Haustür hinein.
Sie schenkten ihm eines zu trinken
Von ihrem venetischen Wein.
8 – Er tat sich ganz höflich bedanken
Er setzte sich neben Brun-Ammy :
Hab alleweil gmeint sollsch es mein Eheweib noch gà
Jetz traf ich die Hochzeit allhier.
9 – Brun-Ammy liess die Aigolein sinken
Brun-Ammy fing an zu weinen :
Ach ! Vater, allerliebster Vater,
Was soll ich jetzt fangen an ?
10 – Ach ! Tochter, ach liewe Tochter
Dir ist es wohl recht geschehn.
Hab alleweil gsait sollesch noch warten
Bis kumme derselwige heim.











