Aller au contenu

Paroles de

In Ketten am Eisengitter

Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 2, pages 30 et 31 Collecté à Gebweiler et Mothern avant 1870 (version A) et Limersheim et Sundhausen 1912 (version B).…

Appréciation Pas encore de vote
Difficulté Pas encore de vote
Proposer un chant

3 – Einen Vater, den ich hatte,
Den ich oftmals Vater nannt,
Eine Mutter, die mich liebte,
Die hat mir der Tod entwandt.

4 – Beide sind für mich verloren,
Solche Opfer sind dahin,
Ach, wär ich doch nie geboren,
Weil ich so unglücklich bin !

5 – « Jüngling, Jüngling, meinst du’s redlich,
Nein, du liebtest nur aus Scherz !
Ja, Männerränke sind gefährlich
Für ein junges Mädchenherz.

6 – Warum musste ich dich sehen,
War das Schicksal mir so gram.
Warum musst ich dorthin gehen,
Wo dein Blick mir alles nahm ? » –

7 – « Ach, wie sind die Mauern düster
Und wie sind die Ketten schwer !
Ach, wie lang wird’s denn noch dauern,
Gibt’s denn keine Rettung mehr ?

8 – Ach, wie fest bin ich gebunden
Und wie übel geht es mir !
Und wie wird es mir noch gehen,
Bis ich vereinigt bin mit dir ?

9 – Und wenn ich einst sterben werde,
Um getrennt von dir zu sein,
Oh, so pflanz auf meinem Grabe
Rosen und Vergissnichtmein ! »

Version A 

1 – Steh ich am einsamen Gegitter,
Schau in die stille Einsamkeit,
Klage Gott und weine bitter,
Klage Gott mein Herzeleid.

2 – O, wie dunkel sein die Mauern,
Und die Ketten sein so schwer,
Tut mich auch kein Mensch bedauern,
Ist für mich kein Rettung mehr ?

3 – Meine Mutter ist gestorben
Die ich als Mutter hab genannt,
Und mein Vater, der mich liebet,
Ist so weit von mir entfernt.

4 – « Jüngling, Jüngling, meinst du’s redlich,
Oder treibest du nur Scherz ?
Die Gedanken sein gefährlich,
Die du treibst, mein junges Herz. » –

5 – « Die erste Lieb, die geht von Herzen,
Die zweite brennt wie Feuer heiss,
O, wie glücklich lebt auf Erden,
Der von keiner Lieb nichts weiss !

6 – Sollt ich aber unterdessen
Auf dem Todsbett schlafen ein,
So pflanz du auf meinem Grabe
Eine Blum Vergissnichtmein ! »

Version B

1 – Stehe ich am Eisengitter,
In der stillen Einsamkeit,
Klage laut und weine bitter,
Klage Gott mein Herzeleid.

2 – Ach, wie bin ich so verlassen,
Auf der Welt von jedermann,
Freund und Feinde tun mich hassen,
Keiner nimmt sich meiner an.

La newsletter du terroir !

Plongez au cœur de la tradition du chant français

Abonnez-vous et découvrez :