2 – Man führt mich den anderen Morgen
Wohl um die Mittagsstund
Wohl für das grosse Verhören,
Zu sagen den wahren Grund.
3 – Ich trat mit verschrockenem Herzen
Den Herrn vors Angesicht
Und sprach mit leiser Stimme :
« Von dieser Sache weiss ich nichts. » –
4 – « Marsch, Marsch mit diesem Burschen
Und wieder zurück ins Loch !
Und wenn ich euch wieder lass rufen,
Alsdann gesteht er’s uns doch ! »
5 – Man schmiesst mich in finsteren Kerker,
Da wird’s nicht Tag und Nacht.
Kein Mensch kann mir’s nur sagen,
Was draussen mein Herzliebste macht.
6 – Es dauert nicht immer und ewig,
Allhier im Arrest zu sein.
Es kommt ja wieder eine Zeit,
Da liebe ich, mein Gott, aufs neu.
Version A
1 – Seht zu, ihr lieben Brüder,
Wie sie haben es mir gemacht,
Sie haben mich arretieret,
Von Weyersheim nach Strassburg gebracht.
2 – Man wirft mich in finstern Kerker,
Da wird es weder Tag noch Nacht.
Da darf ich nicht einmal mehr fragen,
Was draussen meine Herzliebste macht.
3 – Man führt mich den andern Morgen
Wohl um die Mittagsstund,
Jawohl in das Verhöre,
Soll sagen den wahren Grund.
4 – Und ich trat mit raschem Schritte
Dem Richter vor’s Angesicht
Und sprach mit freiem Herzen :
Von dieser Sache weiss ich nichts.
5 – « Marsch, Marsch mit diesem Burschen
Nur wieder zurück in sein Loch,
Bis dass ich ihn wieder lass rufen,
Dann endlich gesteht er mirs’ doch ! »
6 – Es dauert nicht immer und ewig,
Allhier im Arreste zu sein,
Denn es kommt ja auch wieder eine Zeite,
Da geniesst man die Freiheit aufs neu !
7 – Die traurige Zeit ist vorüber,
Soldat sind wir nicht mehr.
Wir sind jetzt junge Reserven
Und dienen dem Kaiser nicht mehr.
Version B
1 – Hört an, ihr lieben Leute,
Und wie sie mir’s haben gemacht :
Sie haben mich arretieret,
Von Wirschen nach Strassburg gebracht.











