1 – An dem Tage der Verlobung
Wandelt mit bewegtem Sinn,
Der Bräutigam mit seiner Holden
An dem Meersufer hin.
2 – Un da sah sie in den Wellen
Ein himmelsblaues Blümchen stehn.
Sie flüstert leise : « Du arme Waise,
Musst du hier so untergehn ? »
3 – Der Bräutigam schritt langsam
Wohl zu des Meeres Ufer hin.
Er wolt das zarte Blümelein brechen
Und die holde Braut erfreun.
4 – Da verschwand er in den Wellen,
Indem er leis die Worte spricht :
« Holder Schatz, wir müssen scheiden,
Lebe wohl, vergiss mein nicht. »
5 – Und nach langen vielen Jahren
Bis zum grossen Weltgericht
Behält das Blümlein seinen Namen,
Denn es heisst : Vergissmeinnicht.










