1 – Jetzt kommt die frohe Stunde,
Der Abschiedstag heran,
Wo ich von deinem Munde
Die Rosen brechen kann.
2 – Ich war ein muntrer Knabe,
Erst achtzehn Jahre alt,
Und liebte schon Soldaten
Wohl aus dem Bürgerstand.
3 – Ich steh bei Wind und Regen,
Bei Sturm und Wetternacht,
Bei Blitz und Donnerschlägen
Ganz einsam auf der Wacht.
4 – Ich liege oft in Kasernen
Bei Wasser und bei Brot,
Meine Brüder mussten sterben
In der Schlacht bei Waterloo.
5 – Ein jeder wollt es wissen,
Was wir beisammen getan.
Wenn wir einander tun küssen,
Was geht es ander Leut an ? » –
6 – « Hast du was von mir genossen,
Schweig still und behalt es bei dir,
Und die Lieb die ist ausgeschlossen,
Und den Abschied gab ich dir. » –
7 – « Gelt du meinst, es tut mich kränken,
Wenn du sagst, die Lieb ist aus.
Aber nein ! Das darfst du nicht denken,
Du machst mir nur eine Freud daraus. »
À propos
Trouvable dans « Das Volkslied im Elsass », Joseph Lefftz, vol. 2, page 117.
Collecté à Alteckendorf en 1856.
Collecte réalisée à nouveau par Daniel Muringer pour OLCA (Office pour la langue et les cultures d’Alsace), site Sàmmle
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