1 – Es stehen die Sterne am Himmel,
Die geben der Lieb ihren Schein.
« Gott grüss euch, schönes Jungfräulein,
Ja, ja Jungfräulein,
Wo bind ich mein Rösselein hin ? » –
2 – « Nimm du es dein Rösslein beim Zügel, beim Zaum,
Und bind es an den Feigenbaum !
Und setz dich ein klein Weil nieder
Und mach mir ein klein Kurzweil ! » –
3 – « Ich kann und mag nicht sitzen,
Mag auch nicht lustig sein,
Mein Herz ist mir betrübet,
Feinslieb, von wegen dein. »
4 – Was zog er aus der Tasche ?
Ein Messer, war scharf und spitz,
Er stach’s seiner Lieben durchs Herze.
Das rote Blut gegen ihn spritzt.
5 – Und da er es wieder herauser zog,
Von Blut war es so rot.
« Ach, reicher Gott vom Himmel,
Wie bitter wird mir der Tod ! »
6 – Was zog er ihr aber vom Finger ?
Ein rotes Goldringelein,
Er warf’s in flüssig Wasser,
Es gab seinen klaren Schein.
7 – « Schwimm hin, schwimm her, Goldringelein,
Bis an den tiefen See !
Feinslieb ist mir gestorben
Jetzt hab ich kein Feinslieb mehr. »
8 – So geht’s, wenn ein Mädel zwei Knaben lieb hat,
Tut wunderselten gut.
Das haben wir beid erfahren,
Was falsche Liebe tut.












